Donnerstag, 21. Januar 2010

Kritik am Schlecker – Konzern ist unglaubwürdig

350px-Schlecker_prekaer

Weißenburg - Die jüngste Kritik des Bundestagsabgeordneten Josef Göppel (CSU) an der Unternehmensstrategie der Schlecker - Drogeriekette, ihre Mitarbeiter zu entlassen und über eine eigene Leiharbeitsfirma weit unter dem Armutslohn wieder einzustellen, ist berechtigt, aber unglaubwürdig.

Das skandalöse Lohndumping der Firma Schlecker durch Leiharbeit auf Basis einer Strohmann-Konstruktion namens „MENIAR“, müsse durch klare politische Konsequenzen der Bundesregierung beendet werden. Die Praxis des Schlecker-Konzerns, sich aus der selbst verschuldeten Misere dramatischer Umsatzeinbrüche und eines verfehlten Geschäftsmodells durch Leiharbeit und Gehaltskürzungen zu retten, ist schamlos und illegal, bekräftigt der Kreisvorstand.

Gegen Dumpinglöhne hilft nur der Mindestlohn
Göppel scheint erkannt zu haben, dass die Abwärtsspirale bei den Löhnen in Deutschland auch vor seinem eigenen Bundeswahlkreis nicht halt macht, jedoch muss er seinen Worten auch Taten folgen lassen. „Dazu gehöre es nicht nur Pressemitteilungen zu verfassen, sondern sich für einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn einsetzen“, fordern die Kreislinken. Im Bundestag habe er bislang alle Anträge der Linksfraktion in diese Richtung abgelehnt. „Das ist inkonsequente Politik“, erklärte Linken-Kreisvorsitzender, Erkan Dinar.

Besonders die Bezirkshauptstadt Ansbach stellt mit einem Anteil von knapp 12% an allen Beschäftigungsverhältnissen die „Bundeshauptstaat der Leiharbeiter“ dar. Die praktizierte Lohndrückerei bei Schlecker werde die Situation noch weiter verschärfen. Schlecker will seine Renditeziele auf Kosten der Beschäftigten und der Allgemeinheit erreichen, kritisiert DIE LINKE und verweist darauf, dass man mit 6,78 Euro Stundenlohn keine Familie ernähren kann und auf staatliche Aufstockerleistungen angewiesen ist. Allein bei Schlecker seien 2009 über 43.000 Leiharbeiter von MENIAR vermittelt und im Gegensatz rund 1000 kleine Filialen geschlossen und knapp 300 XL-Märkte dafür eröffnet worden. Der Konzern plane 700 weitere Öffnungen in 2010.

Moralappelle reichen nicht aus
Dass nun Göppel versucht, durch Moralappelle an den Schlecker-Gründer, Schaden abzuwenden, ist zwar ehrenrührig, jedoch wirkungslos. Es ist deshalb wichtig, gegen die unter der Schröderregierung geschaffenen Ursachen des Lohndumpings vorzugehen. Dazu gehört die scharfe Begrenzung von Leiharbeit. „Sie muss streng kontrolliert, gleich bezahlt und zusätzlich mit einem Flexibilitätszuschlag vergütet werden“, so die Linken abschließend.

Aktuelle Beiträge

Gegen Demokraten helfen...
Beitrag für die Zeitung der Linksjugend solid Bayern...
zitroneneis - 22. Jan, 00:30
Kritik am Schlecker –...
Weißenburg - Die jüngste Kritik des Bundestagsabgeordneten...
zitroneneis - 21. Jan, 00:50
DIE LINKE für eine wohnortnahe...
Ansbach - Der Kreisverband der Partei DIE LINKE Weißenburg-Gunzenhausen/An sbach...
zitroneneis - 20. Jan, 00:19
DIE LINKE wählt neuen...
Gunzenhausen - Der Kreisverband der Partei DIE LINKE...
zitroneneis - 20. Jan, 00:18
Kopenhagen gescheitert:...
"Statt eines neuen, rechtlich verbindlichen Klimaschutzabkommens...
zitroneneis - 21. Dez, 03:53

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Suche

 

Status

Online seit 5600 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 22. Jan, 00:30

Credits


Aktuelles
Begrüßung
DIE LINKE im Bezirkstag
DIE LINKE im Kreistag
DIE LINKE im Stadtrat
Kontakt
Linksjugend [`solid] Weißenburg
Presse
Service
Thema
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren