Ach wie putzig
Leserbrief zum Volksbegehren "Nichtraucherschutz"
Nachdem sie erkannt haben, dass das Verbot von Raucherclubs doch zu dogmatisch ist und die bürgerlichen Freiheiten zu sehr beschneidet und das mit Nichtraucherschutz nicht mehr zu begründen ist, entdecken ÖDP und Grüne den Gesundheitsschutz der Beschäftigten in der Gastronomie. Ach, wie putzig!
Konsequenterweise müssten sie dann auch ein Volksbegehren starten gegen den Höllenlärm in der Disco. Die Beschäftigten dort sollen vor dem Rauch geschützt werden, aber den gesundheitsschädlichen Schalldruck sollen sie wohl aushalten. Wenn es um Gesundheitsschutz ginge, dann müssten die Initiatoren gegen die Urlaubsflüge kämpfen. Da werden täglich irrsinnige Mengen an Abgasen auf uns herniedergeregnet, millionenfach soviel wie alle Raucher der Welt zusammen ausblasen können. Wenn es um den Gesundheitsschutz der Beschäftigten ginge, dann wären zuallererst die Straßenbauarbeiter zu schützen, die tonnenweise Abgase in die Nase geblasen kriegen, über Jahrzehnte und das bis 67 aushalten sollen. Was ist eigentlich mit dem Arbeitschutz der Textilverkäuferinnen? Diese sind permanent chemischen Giften ausgesetzt. Warum also ein Volksbegehren gegen die Raucher und nicht gegen Discolärm? Klar, da würde niemand unterschreiben. Gegen die Raucher wurde seit 25 Jahren Stimmung gemacht, das sind inzwischen die übelsten Schmuddelkinder der Nation. Die sollen sich schämen. Auf die kann man draufdreschen, da bekommt man eine Mehrheit. Die darf man auf dem Bahnsteig unter freiem Himmel in einem 2 mal 2 Meter kleinen gelben Quadrat an den Pranger stellen, während die Besoffenen zwischenzeitlich die Unterführung vollkotzen und vollpissen. Welch elitärer Dünkel, welche Stigmatisierung anderer Menschen. Dem
Weintrinker oder Biertrinker unterstellt man Genuss, dem Raucher spricht man das ab.
So wollen sich Parteien, denen wichtigere politische Themen abhanden gekommen sind wieder in Erinnerung bringen und etwas direkte Demokratie spielen. Sie haben dabei übersehen, dass ein Kernpunkt der Demokratie die persönliche Freiheit ist. Der Nichtraucher hat selbstverständlich das Freiheitsrecht vor Rauch geschützt zu werden. Der Raucher hat aber ein ebenso großes Freiheitsrecht dort zu rauchen, wo er die Freiheit des Nichtrauchers nicht stört, z.B. im Raucherclub. Der Gastwirt muss doch das Recht haben eine Kneipe für Raucher oder für Nichtraucher zu betreiben. Oder einen Raum für Raucher und einen
anderen Raum für Nichtraucher zu deklarieren. Übrigens, es gibt auch Wirte und Bedienungen die rauchen. Aber nein, kein „leben und leben lassen“, sondern alles verbieten, das will dieses Volksbegehren, auch dort wo der Nichtraucher gar nicht belästigt wird. Wenn eine Mehrheit eine Minderheit unnötig bevormundet ist das nicht Demokratie. Bei diesem Verbotswahn muss man schon fragen: Was fällt den Leuten morgen ein, was sie
noch verbieten möchten?“ Was wird das für ein Staat, in dem sich die Verbote häufen?
Ein Kommentator der NN schrieb...wenn dieses Volksbegehren scheitert, dann ist das Instrument Volksbegehren tot. Klar, wenn nicht gegen die Raucher wogegen soll dann noch eine Mehrheit möglich sein. Sind sich die Initiatoren ihrer Verantwortung bewusst, dass ein inflationär benutztes Demokratieinstrument wirkungslos wird. Vielleicht bräuchten wir es einmal für wichtigere Themen und dann steht es nicht mehr zur Verfügung. Heute ist es doch schon selbstverständlich, dass der Raucher raus geht, wozu dann noch das Volksbegehren vom Zaun brechen? Was von dem Volksbegehren zu halten ist hat die Fernsehsendung „quer“ dokumentiert. Ein Kamerateam ist nach Schwabach gefahren, in die Vorzeigestadt des Volksbegehrens, weil dort am schnellsten die meisten Menschen unterschrieben haben. Sie haben die Leute gefragt warum sie denn unterschreiben und siehe da, es ging nicht um Nichtraucherschutz. Die meisten sagten in die laufende Kamera, sie wollten dem Seehofer eins reinwürgen. Welch hochpolitische Begründung. Und wenn man denkt unsinniger geht’s nicht mehr, kommt auch noch die EU daher. Die meisten Leute werden es gar nicht registriert haben. Die EU plant, das Rauchen sogar noch in der privaten Wohnung zu verbieten. Die haben sonst keine Sorgen. Zuerst wird die Glühbirne verboten und jetzt das Rauchen. Man darf gespannt sein, was den hochbezahlten
Eurokraten demnächst einfällt.
Anstatt die Atomkraftwerke in Europa zu verbieten, oder sittenwidrige Löhne zu verbieten, oder völkerrechtswidrige Kriege zu verbieten und derlei sinnvolle Aufgaben gäbe es viele, will die EU in unserer Wohnung spionieren, ob wir rauchen. Frei nach Asterix kann man da nur noch sagen:“Die spinnen doch die Europäer.“ Da jammern sie über die Europamüdigkeit der Bürger. Versuchen uns eine Verfassung überzustülpen, die nicht mehrheitsfähig ist und wenn tatsächlich sich Völker erdreisten
dagegen zu sein, dann müssen sie eben solange abstimmen, bis das Ergebnis passt.
Dann machen sie sich Gedanken über krumme und gerade Gurken, über Glühbirnen und Rauch in der Wohnung und wundern sich, dass sie nicht ernst genommen werden, nicht von den europäischen Völkern und nicht von den übrigen Völkern der Welt.
Was ist das für ein Staatsverständnis, was sind das für Staatenlenker. Haben wir die wirklich verdient?
Wenn man alle diese Vorgänge von der politischen Theorie her betrachtet macht es natürlich schon Sinn. Völker zu lenken macht man gerne mit Ablenkungsdebatten. Man zieht irgendein unsinniges Thema hoch, dann hat das Volk was zu diskutieren und merkt nicht, was hinter den Kulissen gegen das Volk ausgeheckt wird. Weltberühmtes Beispiel: „ Hatte Clinton was mit der Praktikantin?“ Das mediale Großereignis über Monate in der ganzen Welt. Das war der globale Testlauf was möglich ist bei der „Kanalisierung der Aktivitäten.“
Auch unser bayerisches Volksbegehren kommt den Regierenden nicht ungelegen. Da hat das Volk ein Thema bei dem nicht viel passieren kann und ist beschäftigt. Es schaut nicht mehr so
genau hin was zwischenzeitlich alles beschlossen wird. Erinnern Sie sich noch an die Fußballweltmeisterschaft, was da beschlossen wurde als alle gefeiert haben? Also lassen Sie sich nicht erzählen, es ginge bei dem Volksbegehren um Nichtraucherschutz. Sollten die Unterschriften tatsächlich zusammenkommen lade ich schon mal alle ein zur Raucherdemo unter dem Motto: Raucher aller Länder vereinigt Euch! Wer nicht genießt ist ungenießbar!
Heinz Gruber
Stadtrat und Kreisrat der LINKEN
Weißenburg
Nachdem sie erkannt haben, dass das Verbot von Raucherclubs doch zu dogmatisch ist und die bürgerlichen Freiheiten zu sehr beschneidet und das mit Nichtraucherschutz nicht mehr zu begründen ist, entdecken ÖDP und Grüne den Gesundheitsschutz der Beschäftigten in der Gastronomie. Ach, wie putzig!
Konsequenterweise müssten sie dann auch ein Volksbegehren starten gegen den Höllenlärm in der Disco. Die Beschäftigten dort sollen vor dem Rauch geschützt werden, aber den gesundheitsschädlichen Schalldruck sollen sie wohl aushalten. Wenn es um Gesundheitsschutz ginge, dann müssten die Initiatoren gegen die Urlaubsflüge kämpfen. Da werden täglich irrsinnige Mengen an Abgasen auf uns herniedergeregnet, millionenfach soviel wie alle Raucher der Welt zusammen ausblasen können. Wenn es um den Gesundheitsschutz der Beschäftigten ginge, dann wären zuallererst die Straßenbauarbeiter zu schützen, die tonnenweise Abgase in die Nase geblasen kriegen, über Jahrzehnte und das bis 67 aushalten sollen. Was ist eigentlich mit dem Arbeitschutz der Textilverkäuferinnen? Diese sind permanent chemischen Giften ausgesetzt. Warum also ein Volksbegehren gegen die Raucher und nicht gegen Discolärm? Klar, da würde niemand unterschreiben. Gegen die Raucher wurde seit 25 Jahren Stimmung gemacht, das sind inzwischen die übelsten Schmuddelkinder der Nation. Die sollen sich schämen. Auf die kann man draufdreschen, da bekommt man eine Mehrheit. Die darf man auf dem Bahnsteig unter freiem Himmel in einem 2 mal 2 Meter kleinen gelben Quadrat an den Pranger stellen, während die Besoffenen zwischenzeitlich die Unterführung vollkotzen und vollpissen. Welch elitärer Dünkel, welche Stigmatisierung anderer Menschen. Dem
Weintrinker oder Biertrinker unterstellt man Genuss, dem Raucher spricht man das ab.
So wollen sich Parteien, denen wichtigere politische Themen abhanden gekommen sind wieder in Erinnerung bringen und etwas direkte Demokratie spielen. Sie haben dabei übersehen, dass ein Kernpunkt der Demokratie die persönliche Freiheit ist. Der Nichtraucher hat selbstverständlich das Freiheitsrecht vor Rauch geschützt zu werden. Der Raucher hat aber ein ebenso großes Freiheitsrecht dort zu rauchen, wo er die Freiheit des Nichtrauchers nicht stört, z.B. im Raucherclub. Der Gastwirt muss doch das Recht haben eine Kneipe für Raucher oder für Nichtraucher zu betreiben. Oder einen Raum für Raucher und einen
anderen Raum für Nichtraucher zu deklarieren. Übrigens, es gibt auch Wirte und Bedienungen die rauchen. Aber nein, kein „leben und leben lassen“, sondern alles verbieten, das will dieses Volksbegehren, auch dort wo der Nichtraucher gar nicht belästigt wird. Wenn eine Mehrheit eine Minderheit unnötig bevormundet ist das nicht Demokratie. Bei diesem Verbotswahn muss man schon fragen: Was fällt den Leuten morgen ein, was sie
noch verbieten möchten?“ Was wird das für ein Staat, in dem sich die Verbote häufen?
Ein Kommentator der NN schrieb...wenn dieses Volksbegehren scheitert, dann ist das Instrument Volksbegehren tot. Klar, wenn nicht gegen die Raucher wogegen soll dann noch eine Mehrheit möglich sein. Sind sich die Initiatoren ihrer Verantwortung bewusst, dass ein inflationär benutztes Demokratieinstrument wirkungslos wird. Vielleicht bräuchten wir es einmal für wichtigere Themen und dann steht es nicht mehr zur Verfügung. Heute ist es doch schon selbstverständlich, dass der Raucher raus geht, wozu dann noch das Volksbegehren vom Zaun brechen? Was von dem Volksbegehren zu halten ist hat die Fernsehsendung „quer“ dokumentiert. Ein Kamerateam ist nach Schwabach gefahren, in die Vorzeigestadt des Volksbegehrens, weil dort am schnellsten die meisten Menschen unterschrieben haben. Sie haben die Leute gefragt warum sie denn unterschreiben und siehe da, es ging nicht um Nichtraucherschutz. Die meisten sagten in die laufende Kamera, sie wollten dem Seehofer eins reinwürgen. Welch hochpolitische Begründung. Und wenn man denkt unsinniger geht’s nicht mehr, kommt auch noch die EU daher. Die meisten Leute werden es gar nicht registriert haben. Die EU plant, das Rauchen sogar noch in der privaten Wohnung zu verbieten. Die haben sonst keine Sorgen. Zuerst wird die Glühbirne verboten und jetzt das Rauchen. Man darf gespannt sein, was den hochbezahlten
Eurokraten demnächst einfällt.
Anstatt die Atomkraftwerke in Europa zu verbieten, oder sittenwidrige Löhne zu verbieten, oder völkerrechtswidrige Kriege zu verbieten und derlei sinnvolle Aufgaben gäbe es viele, will die EU in unserer Wohnung spionieren, ob wir rauchen. Frei nach Asterix kann man da nur noch sagen:“Die spinnen doch die Europäer.“ Da jammern sie über die Europamüdigkeit der Bürger. Versuchen uns eine Verfassung überzustülpen, die nicht mehrheitsfähig ist und wenn tatsächlich sich Völker erdreisten
dagegen zu sein, dann müssen sie eben solange abstimmen, bis das Ergebnis passt.
Dann machen sie sich Gedanken über krumme und gerade Gurken, über Glühbirnen und Rauch in der Wohnung und wundern sich, dass sie nicht ernst genommen werden, nicht von den europäischen Völkern und nicht von den übrigen Völkern der Welt.
Was ist das für ein Staatsverständnis, was sind das für Staatenlenker. Haben wir die wirklich verdient?
Wenn man alle diese Vorgänge von der politischen Theorie her betrachtet macht es natürlich schon Sinn. Völker zu lenken macht man gerne mit Ablenkungsdebatten. Man zieht irgendein unsinniges Thema hoch, dann hat das Volk was zu diskutieren und merkt nicht, was hinter den Kulissen gegen das Volk ausgeheckt wird. Weltberühmtes Beispiel: „ Hatte Clinton was mit der Praktikantin?“ Das mediale Großereignis über Monate in der ganzen Welt. Das war der globale Testlauf was möglich ist bei der „Kanalisierung der Aktivitäten.“
Auch unser bayerisches Volksbegehren kommt den Regierenden nicht ungelegen. Da hat das Volk ein Thema bei dem nicht viel passieren kann und ist beschäftigt. Es schaut nicht mehr so
genau hin was zwischenzeitlich alles beschlossen wird. Erinnern Sie sich noch an die Fußballweltmeisterschaft, was da beschlossen wurde als alle gefeiert haben? Also lassen Sie sich nicht erzählen, es ginge bei dem Volksbegehren um Nichtraucherschutz. Sollten die Unterschriften tatsächlich zusammenkommen lade ich schon mal alle ein zur Raucherdemo unter dem Motto: Raucher aller Länder vereinigt Euch! Wer nicht genießt ist ungenießbar!
Heinz Gruber
Stadtrat und Kreisrat der LINKEN
Weißenburg
zitroneneis - 3. Dez, 22:06