Sauberkeit gibt`s nicht zum Nulltarif!

Solidarität mit den Streikenden in der Gebäudereinigung
Beim Streik in der Gebäudereinigung geht es für die Beschäftigten um Viel. Mit dem Wegfall des Mindestlohns seit dem 1. Oktober hat ein ruinöser Dumping-Wettbewerb in der Branche begonnen. Ohne Tarifvertrag besteht die Gefahr, dass die Lohnuntergrenzen bei Neueinstellungen um 30 Prozent "bis zur Sittenwidrigkeit" auf unter sechs Euro im Westen und unter fünf Euro im Osten abgesenkt werden.
"Die Beschäftigten im Gebäudereinigerhandwerk haben Recht, wenn sie einen Tarifvertrag einfordern und dafür streiken. Es kann nicht angehen, dass das gegenseitige Preisdumping der Firmen auf dem Rücken der Reinigungskräfte ausgetragen wird", so Eva Bulling-Schröter, Landessprecherin der LINKEN in Bayern. Und weiter erklärt die Bundestagsabgeordnete: "Die bayerische LINKE unterstützt den Kampf der Betroffenen um bessere Arbeitsbedingungen, um höheren Lohn und insbesondere die Einführung einer arbeitgeberfinanzierten betrieblichen Altersvorsorge. Der Leistungsdruck bei den Beschäftigten wächst, die Quadratmeterzahlen für die Reinigungskräfte werden immer weiter hochschraubt, so dass viele das vorgegebene Pensum nicht mehr schaffen können. Sie müssen für den Job ihre Freizeit opfern und werden mit einem Lohn abgespeist, der kaum zum Leben reicht, geschweige denn für eine private Altersvorsorge. Altersarmut ist vorprogrammiert. Auf der anderen Seite: Die Gebäudereinigungsbranche boomt. Die letzten Jahre waren die wirtschaftlich erfolgreichsten. Besonders die großen Unternehmen konnten zum Teil Umsatzzuwächse im zweistelligen Bereich verzeichnen. Es ist ein Skandal, dass die Beschäftigten leer ausgehen sollen."
zitroneneis - 3. Dez, 22:28